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Energiespiel

Energiespiel Energetika 2010

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

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Kurzbeschreibung

In Rahmen des Wissenschaftsjahres 2010 wurde von DIALOGIK – in Zusammenarbeit mit der Spiel-entwicklungsfirma takomat in Köln, dem Forschungszentrum Jülich (KFA), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und anderer einschlägiger Wissenschaftseinrichtungen – das Energie-spiel ENERGETIKA 2010 entwickelt. Generelles Lernziel des Wissenschaftsjahres mit dem Motto „Die Zukunft der Energie“ ist es, Jugendlichen Wissen und Perspektiven zum Thema Energieforschung zu vermitteln und das systemische Denken in komplexen Systemen zu fördern. Demzufolge richtet sich das Spiel hauptsächlich an Jugendliche ab 15 Jahren, aber auch an neugierige Erwachsene. Wie kann man in einem Land eine nachhaltige Stromversorgung sicherstellen? Wie sieht der richtige Energie-mix aus, der die Nutzer zufrieden stellt, die Umwelt schont und die wirtschaftliche Kraft des Landes erhält? Diesen Herausforderungen können sich Interessierte im Spiel stellen. Sie schlüpfen in die Rolle der Energiestrategin bzw. des Energiestrategen im fiktiven Land Energetika. Aufgabe ist es, die Stromversorgung des Landes über einen Zeitraum von 40 Jahren nachhaltig sicherzustellen. Je besser dies gelingt, desto mehr Punkte können auf den drei Konten Soziales, Ökologie und Ökonomie erzielt werden. Dazu müssen viele Aspekte – wie beispielsweise die Technikakzeptanz der Bevölkerung, die Höhe des CO2-Ausstoßes oder die Höhe der Staatsverschuldung – beachtet werden. Neben dem numerischen Feedback erhalten die Spielerinnen und Spieler fachliche Hilfe durch ein Wissenschaftlerteam, sowie emotionales Feedback durch Kommentare der Bevölkerung. Bei der Konzeption und Modellierung des Spiels wurden alle Aspekte der Erzeugung, Übertragung und Nutzung von Strom berücksichtigt. Investitionen in Forschung und Entwicklung erschließen zukünftige Innovationen wie Strom aus Wüstenregionen, ein effektives Smart Grid oder die Fusionsenergie. Aber auch Stromspar-potentiale lassen sich nutzen, etwa durch den geschickten Einsatz von zur Auswahl stehenden Kampagnen. Dem Spiel liegen dabei reale Daten zugrunde, die sich am Energiemix der Bundesrepublik Deutschland orientieren.

Internet-Portal und Lehrunterstützung
Das Simulationsspiel ist als Browser Gamer auf www.energiespiel.de verfügbar und ohne besondere Vorkenntnisse zu nutzen. Als Plattform dient ein Internet-Portal, das folgende Kern-Funktionen erfüllt: High-Score-Liste, Forum zum Austausch über das Spiel, Steckbriefe zu den im Spiel vorkommen-den Fachtermini, eine Bibliothek in Form von kommentierten Online-Artikeln, Rezensionen und TV-Beiträgen, sowie eine Materialsammlung für Lehrer zur Integration des Spiels in den Unterricht. Zusätzlich zu dem Spiel gibt es didaktisches Material für den interdisziplinären Projektunterricht, so dass Lehrer das Spiel für den eigenen Unterricht nutzen können.

Realisierungszeitraum
01.11.2009 bis 31.04.2010

Beratung im Projekt durch
Dr. rer. pol. Wilhelm Kuckshinrichs und Dr. Stefan Vögele (Forschungszentrum Jülich)
Bernhard Milow und Dr. Stephan Saupe (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln)
Prof. Dr. Eberhard Umbach (Helmholtz-Gemeinschaft)
Dr. Karl-Friedrih Ziegahn (Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT)

Fokusgruppen-Test
Carsten Klöpper, INEP Institut Oldenburg gGmbH

Projektteam DIALOGIK
Supervision: Ortwin Renn
Projektleitung: Frank Ulmer, Björn Wyrich
Wissenschaftliche Mitarbeiter: Ludger Benighaus, Anke Buchhorn, Anjo Gaul, Andreas Hohlt, Dirk Klaiber
Studentische Hilfskräfte: Vera Hairich, Teresa Unangst

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